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Saisonauftakt nach Maß: Erster Liga-Tasksieg und erstes 200er-FAI noch im März

Saisonauftakt nach Maß: Erster Liga-Tasksieg und erstes 200er-FAI noch im März

Traditionell ist für mich das Newcomer-Trainingslager der alljährliche fliegerische Saisonauftakt. Ich bekam meinen Zeno genau am ersten Wettkampftag mit der Post – oder besser gesagt schnappte ihn mir an der Post-Verteilstelle direkt vom einfahrenden Paket-LKW, um gleich darauf Richtung Bischling loszudüsen. Am Boden noch schnell das Gerät testweise aufgezogen und rauf zum Briefing.

Glücklicherweise war die Wolkendecke noch etwas hartnäckiger und der Task wurde entsprechend spät gestartet. Aus lauter Freude über das neue Gerät gleich ordentlich gepusht – is ja auch ein Rennen. Dabei ging es an diesem Tag nur um eines: Survival und absolutes Haushalten mit der einmal gewonnenen Höhe, denn die Wolkendecke wurde immer dichter und stellte die Thermik von unten raus schließlich komplett ab. Somit den Task ohne Chance auf die letzte Wende abgebrochen und landen gegangen. Diese Entscheidung war OK, denn selbst der NC-Tasksieger Michi Kessler – übrigens der einzige NCler, der durch kam – konnte nur 9 von möglichen 1000 Punkte abstauben.

Der nächste Tag sollte hier schon deutlich besseres Wetter zu bieten haben. Diesmal riss die Wolkendecke gegen 11:30 Uhr auf und gab einen Blick auf einen wunderbar blauen Himmel frei.
Der 2. Task wurde über 32km ausgeschrieben und führte uns 2 x quer über das Bischlinger Flugareal hinweg (Task siehe Foto). Das waren genau meine Bedingungen: gute Thermik, wenig Wind und mein Setup aus den Erkenntnissen des Vortags auf den Punkt getunt.
Pünktlich als as Startgate aufging überquerte ich als Erster den Einflug-Radius und konnte gleich zügig Richtung Werfenwenger Hütte stechen, dort aufdrehen und wieder zurück heizen. Am Bischling reichte die Höhe gerade aus, um wieder einzufädeln. Ein Glück, das vielen Mitfliegern verwehrt blieb. Gemeisnam mit Christoph & Armin Eder auf ihren ZENOs, sowie KING-Pilot Johannes Baumgarten querte ich weiter zum benachbarten Frommerkogel. Ich konnte dort einen Bart besser zähmen als die anderen und Basis machen. Ab diesem Zeitpunkt liefen die restlichen 20km wie am Schnürchen: Immer ordentlich im Gas, die Linien waren gut und gute Thermiken dort, wo erwartet.

Die Entscheidung für den Endanflug war auch optimal und ich kam mit unter 100m über dem Ziel an, konnte noch 2 entspannte Landeschlenker machen, bevor ich mit breitem Grinsen als Erster unseres Rennpulks aufsetzte. GENIAL! Praktisch den ganzen Tag vorne weg war schon ein klasse Gefühl und die Freude dementsprechend groß! 🙂

Mein Setup aus Zeno und XRated 7 hat nun konkurrenzfähige Leistung bei für mich formidablem Wohlfühlfaktor – auch wenn die Wuchtel mittlerweile knapp 30kg wiegt…

Ich hoffe, dass das Wetter den Liga-Bewerben heuer hold ist, denn motiviert bin ich durch diesen Lauf gleich noch mehr als sonst von den Besten der Besten nicht nur zu lernen, sondern eine aktive Rolle ganz vorne mit zu übernehmen… 🙂

Hier geht’s zum Komplett-Fotobericht des Liga-Saisonauftakts – als kleinen Appetitanreger hier einige Bilder:

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28.03.17: Die Neudefinition von „trocken“

Gleich 3 Tage später sagte sich eine geniale Hochdrucklage mit trockener Luftmasse an. Die Basis sollte zwar erst spät an der 3000m Marke kratzen, aber dafür waren die Winde optimal umlaufend gemeldet: von SO auf SW und stellenweise auf N drehend.
Ein Umstand, der nicht nur meinen Mojo-Vereinskollegen Heli Schrempf motivierte, sondern auch drei meiner Bodenlosen früh auf den Stoder lockte. So trafen wir uns um – für diese Jahreszeit – zeitigen 8:15 zur gemeinsamen Auffahrt mit meinem Espace.
Wir alle hatten über den Winter ordentlich zugelegt, aber weniger an Körpermasse, als am Equipment-Gewicht. So schleppten speziell Ralph, Heli ich über ein Drittel unseres Körpergewichts an Equipment hoch.
Oben angekommen machten sich die extra 300g für Helis Radio-Tube mehr als bezahlt und ließ uns bei chilligen Tunes so richtig entspannt ankommen. Am Berg. Bei der Aussicht. HERRLICH!

Endlose Fernsicht

Ab 10 Uhr begann die Windfahne von dem sonst vorherrschenden leichten Rückenwind Richtung Aufwind zu drehen.
Gegen 10:30 Uhr kamen die regulären „Skibussler“ erst verschwitzt am Stodergipfel an. Da waren wir mit unseren Startvorbereitungen weitgehend fertig. Nach kurzem Hallo-und-so machten sich Heli und ich startklar und eröffneten um 10:50 Uhr den Startreigen.

Was dann folgte, waren 8 Stunden Frühlings-Hochgenuss!

Hier einige Eindrücke zum Gusto machen auf den Komplett-Fotobericht mit 90(!) Fotos:

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Und weiter geht`s schon morgen beim AlpenCup der diesmal über drei Tage in Lenggries/Bayern ausgetragen wird. Dort matchen sich die besten 150 Piloten aus DE, IT und AT, was höchstkarätige Rennen garantiert…
…und auch für dieses Wochenende ist wieder bestes Flugwetter vorhergesagt!?!

Was bleibt mir also anderes übrig, als mit den einleitenden Worten wieder zu schließen: Was für ein Saisonstart!

One Response

  1. Ralph Deleja-Hotko hat zum 200er auch noch ein kurzes Video geschnitten: https://vimeo.com/211751197

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