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21.08.10: Grente 214km FAI-Dreieck

21.08.10: Grente 214km FAI-Dreieck

Grente 214km FAI-Dreieck

Die Nachwehen unserer genialen Hochzeit mittlerweile gut verdaut, war da noch was zweites Großes, das ich dieses Jahr über die Bühne bringen wollte: Mein erstes 200er FAI!
Nur lief mir heuer schon etwas die Zeit davon – schließlich war es schon Ende August und die Sonnenstunden wurden schon spürbar weniger. Es bedurfte schon eines für die Jahreszeit sehr besonderen Tages, um überhaupt lange genug oben bleiben zu können.
Da kam Stefan Hörmanns Ankündigung von gleich zwei aufeinanderfolgenden „Hammertagen“ im Südtiroler Raum grad recht – und die noch sogar am Wochenende! Leider waren die FSV-Jünger auch diesmal zu Hause nicht abkömmlich und auch von den Ennstalern konnte sich keiner für die weite Reise ins Italienische erwärmen.
So ritten Matthias Leitner-Bartussek und ich in meinem zum Campingbus umfunktionierten Espace am Freitag des Vorabends in einer 5h-Anreise nach Antholz.

Um etwa halb elf abends trafen wir die übrigen Streckencracks von den Swans, Transalpinen und Eisenwurznern noch in der Pizzeria. Die Freude war groß, schließlich hatten wir heuer deutlich zu wenig Gelegenheit gemeinsam Kilometer zu fressen und uns gegenseitig zu Höchstleistungen zu pushen. Obwohl der „richtig gute Tag“ mit noch weniger Wind laut Prognosen der Sonntag werden sollte, wollten wir doch für den morgen früh für 6 Uhr anberaumten 1-Stunden-Aufstieg halbwegs fit sein. Also kurz nach Mitternacht schon aufbett‘ und niedaglegt…

Details

Grente

  • Land Region:  Ita, Südtirol bei Antholz
  • Startplatzhöhe: 2160m
  • Höhendifferenz: 940m

Infos unter: paraglidingearth.com

unsere Flüge

zum Downloaden & Nachfliegen:
  • Smeyky (220km FAI; 308,1 Pkt – weltweit zweitbeste Tagesleistung!)
  • Much (207km FAI; 290,3 Pkt)
  • Lex (214 km FAI; 299,8 Pkt)

Die weitesten Flüge von der Grente aus: auf XContest

Die Story:

Grente_100821 Grente_100821 Ein top-motivierter Michi Pohl stand mit Transalpin-Express- und Nova-Mannen pünktlich vor unserer „Haustür“ und versuchte uns mit der Aussicht auf ein famoses Südtiroler Frühstück bei der Hüttenwirtin zügig in die Gänge zu bringen. Inzwischen trudelte auch der von Mario Mayr pilotierte Tourbus der Flying Swans am Parkplatz ein – mit dabei ein heuer ganz selten angetroffener hochkarätiger Fluggast (weil aktuell grad Häuslbauer): Jo „Stocki“ Kronberger.
Mit Matthias, SteFranzie, Smeyky und Peter Feichtinger entschlossen wir uns in einer zweiten Gruppe den Transalpinen Richtung Gipfel nachzustürmen.
Der Aufstieg durch den Naturpark Rieserferner-Ahrn war zwar lang, aber nicht wirklich beschwerlich; geht es doch auf dem Forstweg mit überschaubarer Steigung und viel Schatten-Anteil Richtung Grenten-Almhütte.
Grente_100821 Grente_100821 Bei Hüttenwirtin Birgit erwarteten uns gegen 8 Uhr dann nicht nur eine mit Joe Edlinger und Hans Tockner verstärkte Auswahl der nord-österreichischen Streckenelite, sondern auch das angekündigte phänomenale Frühstück! Vor dem Panorama, bereits leicht einsetzendem Aufwind, originalem Südtiroler Speck zwischen den Zähnen, großen Plänen im Kopf und noch größeren Sprüchen auf der Lippe war unser Start in den Tag auf´s Beste geglückt!
Um 9 Uhr nahmen wir dann die letzten Höhenmeter zum eigentlichen Startplatz in Angriff. Oben war für uns eines klar: wir machen heute 200km! (siehe Ansage im Bild rechts)
Grente_100821 Grente_100821 Halb-Local Smeyky ging um 10:20 Uhr als erster raus und erwischte eine super Phase im noch pulsierenden Hausbart. Kurz darauf ließ mir Wolfi Bernhard dankenswerter Weie sogar noch den Vortritt am Start. Doch beim Aufziehen machte sich die Streckung von 6,7 meines Boom GTO doch breiter als erwartet und fädelte bei Wolfi ein. Darauf folgten noch 2 Startversuche (1 x verdreht ausgelegt, 1 x Verhänger) bis ich dann erst als drittletzter aller überhaupt am Berg befindlichen Piloten airborne war. *bittergrausigervuischas*
Dieser frustrierende Anblick auf den fast leeren Startplatz unter mir ließ mich wahrscheinlich für den gesamten restlichen Tag unterbewusst auf „AUFHOLMODUS“ schalten.
Linkes Bild: Panorama Richtung Staller Sattel, der das Antholzer Tal mit den Defreggen Tal verbindet.
Bild rechts: Blick zurück Richtung Süden zum Eingang vom Pustertal ins Antholzer-Tal
Grente_100821 Grente_100821 Diese auf mich selbst leicht angefressene Einstellung gepaart mit den vor mir befindlichen „Thermikanzeigern“ und der mittlerweile zuverlässig entwickelten Thermik machten für mich einen schnellen ersten Schenkel Richtung Defreggen möglich – obwohl ich noch nie zuvor hier geflogen bin…
Nach der ersten Stunde und der ersten gemeisterten längeren Querung am Staller Sattel wurde dieses Gefühl mehr und mehr überlagert von der Freude über die absolut optimalen Bedingungen, bei denen wir hier durch die Lüfte schneiden durften:

Mann, wie ich es liebe bei wenig Wind und angenehmer, gut ausgeprägter Thermik von Aufwind zu Aufwind zu heizen – ein Euphorie-Gefühls-Clash auf allen Ebenen!

Im rechten Bild sieht man hinter mir das Almer Horn – den letzten Gipfel am Staller Sattel vor der Querung ins Defreggental – und die um halb 12 bereits sehr schön entwickelte Thermik mit guter Arbeitshöhe für frühe Querungen.

Grente_100821 Grente_100821 Nach dem ersten Aufdrehen am Putzen bot sich das Defreggen-Tal als relativ einfach abzuholender Kilometer-Lieferant.By the way: bei den ca. 20 km Richtung Wendepunkt vor Matrei flog ich praktisch alles Seite an Seite mit Oliver Forer und seinem  ebenfalls roten Boom6 – zumindest enlang dieser Etappe und dem Flugstil/Flächenbelastung von Oliver machte sich im Flug kein Leistungsunterschied zwischen seinem offenen und meinem gütegeliegelten Gerät bemerkbar. -> Wirklich wieder ne super-stabile Serien-Rennmaschine, die Gin da mit meinem Boomerang GTO auf den Markt geworfen hat – (noch mehr) pure Freude!
Seit meiner zusätzlichen Beschleuniger-Umlenkrolle (siehe Fotos) ist dieser Leistungsabruf auch über mehrere Stunden möglich. Diesen Mod empfehl ich dringend jedem, der so wie ich über normalsportliche Schenkerl verfügt…
Grente_100821 Grente_100821 Es gelang mir mit viel Geradeaus-Fluganteil und – wenn nicht grad im Bart – immer irgendwie im Gas stehend (siehe Fotos), rasch zu den Nova-Werksfliegern (Mario Mayr im Bild links mit Boom6-Pilot Oliver Forer; im rechten Bild Jo Kronberger mit seiner roten Intermediate-Rennmaschine Oryx) aufzuschließen…
Grente_100821 Grente_100821 …und mich noch vor dem Talausgang schließlich zu deren Leader Michi Pohl vorzuarbeiten.. (in beiden Bildern vor der Kulisse des Defreggental-Ausgangs).
Aus der Vorbereitung wissend, dass die 1. Wende relativ weit Richtung NO & Matrei gesetzt werden wollte, um am Abend nicht zu weit von der Kreuzkofel-Gruppe weg zu müssen, ritten Much und ich auch für die Verhältnisse ziemlich weit ins Tal raus. Wendezeit: 12:25 Uhr
Dies hatte einen tiefen, etwas NW-leeigen Thermik-Einstieg am Großen Zunig zufolge: Ich behielt die Nerven, hielt durch und konnte nach kurzem Aufsoarer an der N-Kante zwischen Deferegger Riegel und Stanzling mit eingezogenen Arschbacken über den Grat hüpfen. Much, Wolfi & Co. wählten einen kleinen Umweg über das rote Kögele, wo sie aber wieder gut Höhe machen konnten…
Grente_100821 Grente_100821 Der Weg zurück über den gekommenen Pfad war angesichts DER Wolkenstraße keine wirkliche Hexerei. Mit viel Delfinieren und Höhe machen nur vor den (wenigen) Querungen…
Grente_100821 Grente_100821 Bis zum Höhetanken für die lange Querung über das Ahrntal nördlich von Bruneck hinweg lief´s praktisch wie am Schnürchen und ich konnte ne gute Schnittgeschwindigkeit halten…
Als ich hoffte im Geradeausflug noch irgendwo vorne beim Magerstein ne gute Thermikquelle zu finden graste ich diesen ne Zeit lang ab – in den teils abgeschatteten Bereichen jedoch ohne Erfolg. So flog ich schweren Herzens wieder etwas zurück, wo ich die hinter mir etwas weiter weg vom Grat Befindlichen in akzeptablem Steigen sah…
Grente_100821 Grente_100821 Mit über 3350m war dann an der Schwarzen Wand doch genug Höhe getankt, um für die über 12km lange Querung  zur Scheibe gewappnet zu sein. Dort stand ein wirklich tolles Bummerl (siehe Bild rechts).
Mit diesem sicheren Einstieg in Sicht- und auch Reichweite war´s nun an der Zeit für die Mittagsjause mit Urinaltest. Zeit: 14:00 Uhr
Grente_100821 Grente_100821 Mit schön langen Gleitern und nur die besten Bärte gekurbelt ging´s hurtig Richtung Sterzing.
Links im Bild: Blick an der Basis bei der Pertinger Alm zurück auf das bereits Strecken-technisch Erarbeitete.
Rechts: je weiter wir Richtung West vorankamen wurde ein zunehmender W-Wind spürbar, der den Einsatz des Beschleunigers zusätzlich erforderlich machte (siehe GPS-Werte)
Mittlerweile war es 15:00 Uhr, bei 100km Strecken-Halbzeit und nur mehr 24km zur 2. Wende, wo ich mir mit 16:00 Uhr meine Wendezeit vorab festgelegt hatte. Ein 25er Schnitt sollte sich bei den Bedingungen locker ausgehen – ich lag wieder super im Plan, um mein erstes 200er-FAI auch tatsächlich schaffen zu können!
Grente_100821 Grente_100821 Die Bärte waren klar vorgezeichnet und verleiteten zu immer längeren Gleitpassagen. Dies handelte mir vor’m Gitsch ein „etwas längeres, bodennahes Gratabgrasen“ auf der Suche nach dem Thermikauslösepunkt ein. Der Einstieg weiter vorne ca. 20 m direkt über dem Lift der Pristlingalm muss den zahlreichen Wanderern wohl einiges Staunen auf die Gesichter gezeichnet haben. War ich nach ziemlich spektakulärem Schräglageneinstieg nach nicht mal 9 Minuten über 1000m über ihren Köpfen.
Im Bild rechts: mit Michi Pohl im Schlepptau gings zügig weiter Rrichtung Sterzing (Much am Heckspoiler klebend; im Hintergrund rechts die Lüsener Alm mit der Kreuzkofel-Gruppe in der Ferne…)
Grente_100821 Grente_100821 An der Jägerspitze für die 10km-Querung über Sterzing nochmals auf 3300m maximiert und rein ins Gas! Ab Verlassen des Abflugbartes machte sich mit zunehmender Annäherung an den Roßkopf wieder der zunehmend stärker werdende NW-Wind über den Brenner bemerkbar.
Noch den Lee-Rodeo-Ritt vom letzten Jahr dort gut in Erinnerung hielt ich weiter Richtung Norden vor und war richtiggehend froh über jeden Höhenmeter, den ich zuvor getankt hatte: Denn es ging mit sich stetig vermindernder Vorwärtsfahrt und erhöhtem Saufen unerbittlich Richtung Talboden 🙁
Trotz relativ guten Einstiegs nördlich der Lifttrasse, ließ sich der Bart oben raus nicht mehr auffinden. Beim Versuch der Luv-seitigen Gratannäherung drückte es mich wie letztes Jahr wieder auf die Lee-Seite. Doch diesmal reichten bereits 2 zerrissene Lee-Bärte aus, um den grausigen Gratbereich entgültig überwunden zu haben.
Smeyky hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Wendepunkt bereits tief ins Riednaun-Tal reingesetzt und kam mir an der Seberspitze ander der Basis klebend wieder entgegengeflogen – ich 500m drunter.
Noch „schlimmer“ erwischte die Leefalle Much, der nochmals ein Stockwerk tiefer mit Peter und Oliver gegen’s Absaufen kämpfte.
Erst an der Wetterspitze konnte ich wieder Basishöhe mit 3500m machen. Nachdem es bereits 16:10 Uhr war, hatte ich mein Wendepunkt-Zeitlimit eigentlich schon überschritten und ließ die fürwahr einladende Wolkenstraße im weiter hinten windgeschützten Riednauntal schweren Herzens liegen und setzte somit dort meine Wende.
Grente_100821 Grente_100821 Während Peter und Oliver noch Meter Richtung Riednaun machten, setzten Much und ich mit der Sonne nun im Rücken zur Retour-Querung über Sterzing an. Ab dem Zwölfeneckel waren Much und ich wieder im selben Bart und Much übernahm die Führung unseres losen Gespanns Richtung Lüsen. Diesmal nahmen alle die nicht ganz so direkte Linie über die Geisjochspitze, die an dem Tag verlässlich nach oben zog. Mit Basishöhe 3500m (Bild links) brannten wir mit konstant über 60-65km/h direttissima auf das schön gezeichnete Bummerl am Lüsen-Eck hin. (Bild rechts)
Grente_100821 Grente_100821 Mit Much waren die nun folgenden „gemütlichen“ Bärte ein wahrer Hochgenuss! Es war bereits 17:15 Uhr – fast schon Frühabend um die Jahreszeit. Wir versuchten leicht versetzt dennoch Boden auf den noch immer konstant 1 Bart vor uns fliegenden Smeyky aufzuholen. Mittlerweile war er mit Mario Mayr auf ner super Spur vor uns in die Dolos unterwegs.
Grente_100821 Grente_100821 Dies gelang nur dadurch halbwegs, dass wir das links im Bild super gezeichnete Bummerl im wahrsten Sinn des Wortes links liegen ließen und arroganterweise direkt zum vermuteten Bart am Lüsen-Ausgang weitergasten.
Ich erwischte dort nen super Einstieg und konnte mich in schwachem Steigen vom NW-Wind weiter Richtung Kreuzkofel schieben lassen.
Mit ordentlich Gas schaffte ich schließlich die Lücke zwischen Smeyky und Mario Mayr vor mir zu schließen: Wir waren endlich im selben Bart!
Die zwei ober mir spiralten ähnlich einem tierischen Balz-Ritual umeinander rum Richtung schwach gezeichneter Basis – sehr elegant, meine Herren 😉
Grente_100821 Grente_100821 Mit nochmals Gas Richtung Kreuzkofel wurden wir allesamt dort mit super sanftem, großflächigem Steigen belohnt! Die tiefe Sonne im Westen heizte ordentlich in die beinah vertikalen Felsabstürze rein und wir konnten praktisch an der gesamten Felswand Aufwinde finden.Was für ein Anblick!!! In der zerklüfteten, fast Mars-artigen Landschaft an der Basis auf gut 3700m – Meine Glückgefühle in diesem Moment konnte man sicher noch mit freiem Auge vom Boden aus sehen, so groß und überwältigend waren sie…
Grente_100821 Grente_100821 Mario und Smeyky stachen noch etwas weiter Richtung Süden bzw. Süd-West. um ihre Dreiecke noch „for free“ auszudehnen bzw. keine Ecken abgeschnitten zu bekommen.
Es war bereits 18: 20 Uhr als ich dann beschloss die Wende anzutreten und lieber auf eine sichere Heimreise zu setzen. Schließlich war es „fast schon Herbst“ und 2 Stunden vor Sonnenuntergang – und auf dem GPS standen noch 30km Heimreiseweg, die erst mal gemeistert werden wollten!!Somit nochmal Basishöhe gemacht und mit Vollgas Richtung der letzten schön ausgeprägten Wolke auf dem Weg von den Dolomiten ins Antholzer Tal. Ich wollte schließlich noch a bissl was von ihrer aktiven Phase haben, bevor auch diese den Weg allen Irdischen gehen sollte.
Grente_100821 Grente_100821 Am XXX stand das Hoffnungsbummerl mit Heimkehr-Garantie (mitten im Bild links).
Nach kurzem Suchen waren die erlösenden Piepser am Vario zu vernehmen und ich genoss jeden Kreis in dem gemütlichen schwachen Steigen bis zur Basis.
Es war der letzte Bart. Es war die perfekte Aussicht, nach einem fantastischen Ritt durch die Lüfte. Und das i-Tüpfelchen: der Endanflugrechner zeigte an, dass es bis Antholz reichen sollte!!!  Es war das perfekte Gefühl…
In den atemberaubenden Bildern sieht man schön die bereits laaangen Schatten über den Gipfeln & Plateaus der Dolomiten.
Grente_100821 Grente_100821 Links: Noch ein erleichterter Blick (weil von der von der Basis auf 3700m aus) Richtung Osten
Rechts: Mein Seeyou-Mobile verriet mir bereits während des Fluges, dass ich die Wenden sauber in die FAI-Sektoren gelegt hatte und – wenn ich das Dreieck zu machte – 215km zu Buche stehen sollten…
Grente_100821 Grente_100821 Was nun folgte war reiner Genuss. Nur mehr noch leicht im Gas konnte man um die Uhrzeit ruhig die Hände verschränken, sich zurücklehnen; einfach GENIIIIEßEN! Keine Zupfer mehr am Schirm – nur mehr oder weniger sanftes verstärktes bzw. vermindertes Sinken in ruuuhiger Luft.
Der Landeplatz kam Meter für Meter näher und die erforderliche Gleitzahl war 8:1. Es sollte reichen – insbesondere als dies doch auf den Grente-Parkplatz gerechnet war, der doch einige Höhenmeter über dem Talgrund liegt… *g*
Grente_100821 Grente_100821 Bild links: Mit Halbgas Richtung Norden – der Schatten erobert die Talflächen immer schneller.
Rechts: sicher und wohlbehalten brachte mich mein Boom GTO von diesem Streckenabenteuer wieder nach Haus…
Grente_100821 Grente_100821 Das Antholzer Tal war bereits abgeschattet als ich um kurz vor halb 8 abends zur Landung ansetzte.Gelandet und mit breitem Grinsen im Gesicht war es vollbracht. Mein SeeYou-Mobile spuckte die 214km aus, die dann am Ende des Tages auch durch den XContest-Server bestätigt wurden. 8 Stunden 35 reine Flugzeit – und das um diese Jahreszeit!! WOOOOW – höchst zufrieden für Tag 1, denn der Super-Hammertag sollte ja morgen erst noch bevor stehen!! WAHNSINNSMOMENT! *niemalsvergessenwerd*
Grente_100821 Grente_100821 Smeyky hat noch talmittig ein Bärtchen ausgegraben, konnte dadurch das Dreieck noch weiter schließen und gesellte sich 10 Minuten später unter Wingovern und etlichen Juchazern freudejubelnd zu mir. Etwas gezeichnet aber überglücklich konnten wir unseren Tag kaum fassen. Feiern heut war mal fix!!
An diesem Tag flog weltweit nur Emanuele Dondi mit seinem Advance-Proto-Wettkampfschirm weiter als wir beide.
Much und Mario hatten etwas Pech bei der Spurwahl von den Dolos raus und landeten jeweils bei 207 bzw. 182km.
Matthias konnte erstmals die 100km-Marke nehmen – und wie gleich: 130km im flachen Dreieckstanden nach 6 Stunden Flugzeit für ihn und seine Klapperkiste zu Buche – Gratulation!

-= WAS FÜR EIN TAG =-
Grente_100821 Grente_100821 Hier noch die geflogene Strecke als statischer XContest-Screenshot , sowie ein Much’s tolle Aufnahme von von mir und meinem Tragetuch…

Und der Sonntag??
Fällt ganz klar in die Kategorie „angesagte Super-Hammertage passieren oft nicht“:
Der darauffolgende Sonntag hatte tiefere Basis und überall ne komische, turbulente W-Wind-Komponente drauf. Obwohl gut mit den nachgereisten Streckencracks Gerald Ameseder und Patrick Gollnhuber auf Spur, war der ganze Tag – speziell mit dem langen W-Schenkel – einfach nur ein Krampf . Wie die XContest-Auswertung zeigt, war der Speikboden an diesem Tag die bessere Wahl:
Ich selbst gab
– verwöhnt durch die bereits heuer zu Buche stehenden guten anderen 2 Flüge
– und vielleicht zu stark an der Wiederholung des Vortags-Dreiecks festhaltend
nach flachen 111km um ca. 15:00 Uhr beim Altenberg auf und landete etwas später südlich von Bruneck. Zu jenem Zeitpunkt war ich gestgern schon kurz vor der Querung nach Sterzing…
Irgendwie kam ich die Stunde vor dieser Entscheidung trotz bester Thermikzeit nie aus dieser turbulenten W-Schicht raus – immer „nur“ so um 2800m 🙁
Kurzbericht meines Flugs mit Fotos dennoch auf XContest.

Lediglich Joe Edlinger hielt von der Grente aus durch und erkämpfte sich unter Schwerstarbeit und interessanten Wendepunkten ein 135er FAI-Dreieck… – Gratulation!
Matthias hatte sich bei Start gestern leicht verletzt und ließ den Tag sausen. So fuhren wir noch am frühen Abend in die Obersteiermark – tief beeindruckt von dem Potential, dass die Grente grundsätzlich bietet und unseren persönlichen Bestleistungen, die wir am Wochenende dort erzielen konnten!

War alles in allem wieder ne kurze, aber dennoch geniale XC-Saison mit würdigem Abschluss-Wochenende im Kreise vieler Freunde!

Lessons Learned:

  • I am in love with Grente! Offensichtlich hab i zur Zeit sowieso a verliebte Phase (nach Hochstein und Hochzeit)*g*
  • Beim Starten auf erweiterten „Clearance-Bereich“ achten – in der „unbedingt-raus-will“-Hektik sind Fehler über kurz oder lang vorprogrammiert…
  • Bei W-Wind evtl. eher auf den Speikboden fahren
Hast Du bis hier hin durchgehalten? Dann würde sich mein Gästebuch extreeem über eine kleine Wortspende freuen! *ggg*

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