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15.01.03: Hochjoch – Gleitflug mit ersten Thermikansätzen

15.01.03: Hochjoch - Gleitflug mit ersten Thermikansätzen

Gleitflug mit ersten Thermikansätzen vom Hochjoch

Nachdem Vater Staat die Rahmenbedingungen für meine Selbständigkeit kurzerhand änderte (e-card-Einführung auf 2005 verschoben; siehe job-section), bin ich seit der 2. Jännerwoche ’03 wieder auf Jobsuche. Diese führte mich über den Wafer-Erzeuger F&K-Delvotec (Ottobrunn/München) zu diversen Firmen und Personalmanagern in Westösterreich bzw. Liechtenstein. Trotz der überfallsartigen Anfrage für eine Übernachtungsmöglichkeit konnten mich die westlichen Ableger des Robé-Clans in ihrem neu gestalteten 4-Sterne-Hotel Apparthotel Litz noch im Gästezimmer unterbringen. Herzlichen Dank nochmal!
Falls Du in diesem Gebiet fliegerische Aktivitäten planst und noch eine Bleibe mit top Preis-/Leistungs-Verhältnis suchst, wirst Du bei den Robés bestens versorgt – allein der urige Sauna- und Wellnessbereich sucht seinesgleichen…

Alle Termine auf Dienstag vorgezogen, hatte ich mich am Mittwoch morgen bei einem ortsansässigen Gleitschirmflieger über die lokalen Verhältnisse erkundigt. Für diesen Tag gab er bedenkenlos grünes Licht. Die Wetterfrösche hatten eine Höhenströmung aus westlicher Richtung vorhgergesagt, was für diesen Startplatz geradezu ideal ist.

Mit der Hochjoch-Bahn (Link mit Wetterwerten und Webcam) gings um € 6,20 (Paragleiter-Preis) rauf zum…

…Kapell. Auf 1.855m war es um 11.00 Uhr bereits merklich wärmer als im noch teils nebeligen Tal – klassiche Inversionslage. Mit skurrilen Mini-FiGls, die nur für das SesselbahnFAHREN (!) verwendet werden mussten, ging’s dann weiter zum Startplatz neben der Wormser Hütte auf ca. 2.250m.
Der eine Liftwart gab sie einem vor dem Einstieg in den Sessellift – oben angekommen nahm sie der zweite wieder ab – wahrscheinlich, damit man die Fußabtreter nicht schmutzig macht *g* – komische Sitten bei den Gsi-bergern; aber was solls. Dafür waren die FiGls gratis – also n.p.

Oben am Startplatz war von den prognostizierten 20-30 km/h Windgeschwindigkeit überhaupt nichts zu merken – der Windsack (siehe rechtes Foto) hing meist unmotiviert nach unten – und zappelte nur leicht durch gelegentliche Ablösen von Tal herauf…

Der Fußmarsch zum Startplatz war durch die verwehten Schneefelder von so manchen hüfttiefen Einbrüchen geprägt – gut, dass man nur 20 kg am Buckel hat *g*

Zum Startplatz hatte sich bereits der Phoenix-Mitarbeiter Ralf Koke aus Köln hochgekämpft und bereits eine „Start-Autobahn“ Richtung Tal ausgetreten.

Von hier oben hat man wirklich den gesamten Überblick über das Montafon – und überall nur Berge, die das Fliegen bei thermischen Bedingungen sicherlich zum wahren Hochgenuss mutieren lassen – einfach überwältigend…

Links der Kapell-Wirt aus luftiger Höhe mit Blick Richtung NW (Schruns, Tschagguns und Vandans).

Rechts die Vandanser Steinwand mit ihrer höchsten Erhebung, dem Zimba, in 2643m.

Das Linke Foto war der Lucky-Shot des gesamten Tages: Zwei mal bin ich ins Tal gestartet – beim Ersten Start gegen 12.10 Uhr war mit Thermik noch überhaupt nichts – so nützte ich die ruhigen Bedingungen, um wieder ein bisschen Extrem-Feeling für den Schirm zu bekommen.

Bei der Idee, während der Steilspirale einfach mal die Kamera mitlaufen zu lassen kamen dieses tolle Video (852 kB; Steilspirale mit abgespeicherten -12.3 m/s Sinkrate!) und eben diese 3 coolen Shots zustande. Das linke Bild (Blick Richtung Wormser Hütte) habe ich in Poster-Qualität auf den Server geuppt (257 kB) – zum Ausdrucken für den Schreibtisch…
Rechts das Lechquellen Gebirge.

Links ein Blick Richtung Rätikon und nocheinmal ein Blick Richtung Vandans mit Schwerpunkt Schruns – vom zweiten Flug, bei dem es bereits zu dieser Jahreszeit wieder thermisch ging:
+2.4 m/s Steigen hab ich mal abgelesen. Das abgespeicherte Maximum von +3.8 m/s rührt eher von meinen Wingovern her *kewl*…

Mein Kurbelerfolg war zwar mäßig, aber doch Balsam auf die thermikhungrige Seele: eine Liftsäule habe ich „ausgekurbelt“ und sie um ca. 20m wieder überhöht, bevor ich das zarte und unzuverlässige Bärtchen wieder verlor.

Links noch eine gelungene Gegenlicht-Aufnahme – *merkt ma eigentlich, dass mir mei Schirm vui guat gfoit?* – meines linken „Schirm-Ohrs“…

Zurück im Tal und noch nicht mal geduscht, wurde ich schon wieder herzlich von der Verwandtschaft in Empfang genommen: „Wenn da Bua scho den ganzen Tag an der frischen Luft is, soll er wenigstens net verhungern…“

Mein Onkel Rudi – zusammen mit seiner Frau Gisella: die gute Seele des Hauses.

Ein riesiges Danke nochmal an Astrid & Marcel, Gisella & Rudi, sowie Daniela Robé für die tolle Gastfreundschaft während dieser 2 Tage!

 

Hast Du bis hier hin durchgehalten? Dann würde sich mein Gästebuch extreeem über eine kleine Wortspende freuen! *ggg*

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