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14.12.02: Soaring an der Dachstein-Südwand

14.12.02: Soaring an der Dachstein-Südwand

Soaring an der Dachstein-Südwand

Am Vorabend kontaktierte mich Gassi zwecks Soaring am Krippenstein (Dachstein, Halleiner Seite). Nachdem der Wind am Samstag auf Süd gedreht hatte wollten wir unser Flugvorhaben schon abblasen, doch da kam das Gleitschirm-Urgestein Hannes Schlömmer ins Spiel…

…denn genau jener ist bei den Dachstein-Seilbahnen im Technik- und Management-Bereich tätig. So verfügt er von seinem hochalpinen Gletscher-Arbeitsplatz aus stets über die aktuellen Wetterwerte und kann so relativ zuverlässige Prognosen zur lokalen Wetterentwicklung geben.

Trotz der Ausschreibung an alle Mitglieder via unseren SMS-Dienst blieb es bei unserer Zweier-Gruppierung.
Gassi und ich waren natürlich begeistert endlich der grauen, schneelosen ennstaler Nebelsuppe zu entkommen. Dieser schnell zusammengestoppelte Panorama-Blick von der „Dachstein-Südbahn“-Bergstation kann nur eine Idee des herrlichen Anblicks des gesamten Ennstales geben…

In Hannes‘ Büro auf über 2700 Meter Höhe konnten wir uns ein wenig aklimatisieren und das herrliche Panorama genießen: „Ich hab hier den Ausblick in Natur, den sich andere als Poster in Ihre Büros kleben“ – und wie Recht er damit hatte…
…dafür aber auch nicht einfach sich auf seine Arbeit konzentrieren zu können, wenn einem Flugbegeisterten diverse gefiederte Kollegen ständig artistisch vor dem Fenster rumsoaren! *g*

Gerade auf dem Gletscher herrscht von Oktober bis Dezember Hochsaison, was die Vielzahl der Snowboarder eindrucksvoll unter Beweis stellte (viele Boarder von ridehouse.hu gesichtet).

Freund Dohle scheint in diesen Höhen jegliche Scheu zu verlieren und gesellte sich nicht nur am Boden des öfteren zu uns.

Abgeapert wie Anfang Mai wirkte die gesamte Dachstein-Südwand – nur thermisch ging nix! – abgesehen von ein paar unnötig Stress machenden Bläschen, die den Soaring-Genuss mit kurzen Adrenalin-Schüben immer wieder aufpeppten.

Mit dem roten Pfeil ist unser Startplatz gekennzeichnet: Eine Schneewächte, die an diesem Tag fast perfekt in Windrichtung ausgerichtet war – Richtung Süd nämlich.

Gestärkt mit Käswurstsemmel und lauwarmem Eistee ging’s rauf zur alpinen Startrampe…

…entweder merkte ich die Höhenluft sehr stark oder ich war konditionell an diesem Tag etwas angeschlagen (oba des kann sicha net vom Furtgehen kumman, nie! *g*).

Das Panorama an diesem Tag war echt ein Genuss – links: Blick ins Ausseerland, rechts: Blick auf Fluggerät zu Füßen des 3000m hohen Dachstein-Gipfels – wird demnächst bei mir als Poster hängen… 😉

Markus Schlömmer (Sohnemann von Hannes und ebenso absolutes Flugtalent – siehe heurige Staatsmeisterschaften) gesellte sich ebenfalls gegen 14.00 Uhr zu uns – Familienidyll auf Vadders Arbeitsplatz – kitschig…

Gassi nützte gleich den mittlerweile etwas auffrischenden Wind zu den ersten Soaring-Übungen (Kurzvideo hier downloaden!)

Der Wind ermöglichte halbwegs stressfreies Soaren. Hannes hatte angemerkt: einmal mehr als 50 Meter unter der Felskante und Du kannst Dich auf den Abflug in’s Tal gefasst machen.

Geschätzte Wingeschwindigkeit: 20-25 km/h, Temperatur: -5 Grad.

Majestätisch zog Gassi über der Bergstation seine Kreise, was auch mich nicht mehr länger auf dem Schneeboden hielt. Ich erhob mich in die Lüfte und – der Akku meiner Digicam neigte sich dem Ende zu! NEEIIIIN (liegt nicht an Kamera, sondern an meiner Lade-Nachlässigkeit, da ich an diesem Tag nicht mehr an einen Flug glaubte – dumbhead!)

Im Formationsflug soarten wir dann bis etwa 16.00 Uhr den Grat entlang – zu viert hatten wir überhaupt keine Probleme uns auf etwa 500 Metern nicht in die Quere zu kommen – Gleitschirm-Formationsflug hat was! *ggg*
Der links schon sichtbare Mond intensivierte sich zusehendes mit weiter untergehender Sonne – war ein fast unwirklicher Anblick – aber leider wird dieser Eindruck, wie viele andere auch, nur in unseren Köpfen weiterexistieren.

Ich entschied mich – wie Gassi auch – solange noch Sonne war ins Tal abzufliegen und direkt neben unserem Auto zu landen (ca. 20×30 m großes Schneefeld neben Parkplatz). Flug war herrlich entspannend, sogar ein mickriger Thermikschlauch ließ sich mit 0,5 m/s kurbeln! Endlich Zeit für Wingover – im Gegensatz zu den gewohnten Gamper-Flügen. Ein Traum!

Landeeinteilung begann bei mir bereits 200 Meter über Grund – auf fremdem Terrain mit unbekannten Windsystemen und winziger Landefläche wollte ich kein Risiko mehr eingehen. So landeten Gassi und ich ca. 15 Meter neben meinem Benz auf besagtem Schneefeld, womit ich meine Zielpunkt-Landung beim Rottenmanner Adventure-Race erneut bestätigte *g*.

 

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