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14.06.02: Emberger Alm – das erste Mal über 100km!

14.06.02: Emberger Alm - das erste Mal über 100km!

An einem thermisch guten Juni-Freitag beschlossen Jörg, Gassi und ich unsere Flugaktivitäten mal nach Kärnten zu verlegen, genauergesagt ins Drautal rund um die Emberger Alm in West-Kärnten (ca. 55km westlich von Villach, nordöstlich der Lienzer Dolomiten).

Thermikkarte – Greifberg WEST
Thermikkarte – Greifberg OST
(beide um die 550kB!)
Flight-Log (450 kB)
Hier seht ihr schön den GPS-Log des von Jörg und mir absolvierten Flugs. Die eingezeichneten Kamerapositionen mit den zugehörigen Blickwinkeln sollen bei der Orientierung und Zuordnung der unteren Bilder helfen…Thermikkarten von ortsansässigen Flugcracks hab ich auch gefunden, damit die Suche nach den Hausbärten in Hinkunft nicht so lange dauert *g*
In Greifenburg angekommen überrascht die perfekte Infrastruktur. Badesee mit Camping- und Landeplatz. Shuttle-Service vom See zum GH Sattlegger, wo auch der Startplatz (1755m) ist – Kostenpunkt: 4 Euro.Ein Flug-Eldorado nicht nur für GS-Piloten – massig Hängegleiter waren ebenfalls vorort, um die vielversprechende Frühsommerthermik für einen ausgedehnten Streckenflug zu nutzen.
Ohne GPS geht’s nicht. Und so gehören natürlich die wichtigsten Waypoints noch vor dem Start eingetragen – vielleicht passt’s ja auch für eine größere Strecke…
Gegen 11.00 Uhr versuchten die ersten Streckenflieger ihr Glück im stets zunehmenden Aufwind. Der Startplatz ist ideal: Nur Wiese (gut 60m breit), relativ steil – sollte also auch für Fluganfänger wirklich kein Problem sein…Zusammen mit anderen Wettbewerbspiloten war unser Staatsmeister Gassner Gerhard bald mal in der Luft und blies zur Thermikjagd. Er hatte einen flaches Dreieck im Gebiet der Kreuzeck-Gruppe und Gailtaler Alpen geplant…
Bild A (links): Hier sieht man schön das Startplatz-Areal – einmal echt sehr angenehm, unter einem nichts als Wald und Wiese vorzufinden, wenn man immer nur schroffen Fels von zu Hause her gewohnt ist – irgendwie fliegt man unterbewusst entspannter…Bild B: Wie eine Mondlanschaft kommt einem der Blick auf Hochtristen (2536m) und Zweiseentörl (2336m) vor. Die Bärte hier gingen durchwegs mit über 3 m/s weg…
Bild C (links): Dellach und Berg im Drautal aus einer Höhe von etwa 2500m. Dahinter der Reißkofel mit 2371m.Bild D: Blick auf Zietenkogel (2483m) weiter westwärts Richtung Lienz und Steinermandl (2213m). Aufgrund der äußerst ruppigen Thermik, Der Windverhältnisse (15 km/h SO) und der anstehenden kleinen Querung auf die nächste Kette entschlossen wir uns dort auch umzukehren und die Kreuzeck Gruppe wieder ostwärts abzufliegen – Richtung Millstätter See.Mit Funk sind solche Koordinationen ja wunderbar möglich. *g*
Bild E (links): Bei guten thermischen Bedingungen und der ausgezeichneten Basishöhe von etwa 3600m sieht man vom Wildseetörl über Scharnick nach Dellach und ganz hinten den Weißensee – aufgrund des etwas diesigen Wetters leider nicht ganz so gut zu erkennen…Bild F: Blick vom Scharnik Richtung SSW auf den 2090m hohen Schatzbichl.
Bild G (links): Diesmal etwas höher angekommen sieht man wieder auf den Hochtristen und die dahintergelegenen Hohen Tauern.Bild H: Nun schon etwas besser zu erkennen: Der Startberg Emberger Alm – Westansicht; an dessen Fuße Greifenburg mit Camping-/Badesee und dahinter die Gabelung Drautal<->Weißensee
Bilder I:Weiter ging’s über Gaugen (2195m) und Stagor (2289m) Richtung Milstätter See – ein wahrhaft herrlicher Anblick!
Den letzten Bart vom Törl (2048m) nicht wirklich hoch ausgekurbelt (Abflughöhe ~2800 m) hatte ich bei der Drautal-Querung zum Millstättersee wieder etwas mit dem Thermikeinstieg am Alpenbühel zu kämpfen. Ich kam bei etwa 1300m an: sehr tief…
Einerseits froh, dass es wieder etwas wärmer wurde anderseits etwas gestresst, da ich um keinen Preis hier absaufen wollte; aber alles ging glatt: nach ein paar 8ern am Hang zog mich ein turbulenter Leebart bis über die Spitze hoch – geschafft! Wieder rein unter die Wolke und weiter ging’s…
Bild J:…schließlich stand ja schon die nächste Herausforderung an: Der Sender am Goldeck (2142m)!
Bild K: Ich umflog den Sifflitz-Graben zuerst nordseitig über den Sender, um auf dessen teilweise schon abgeschatteter Südseite über Staff (2217m), Latschur (2236m) und Hochtraten (1646m) wieder zurück zum Campingsee zu gelangen.
Bilder L: Dabei bot der Anblick des Weissensees das optische Highlight an diesem Tag – das leider wieder mal überhaupt nicht auf den Fotos zu Geltung kommt; deswegen: selber fliegen! *g*Das Bild rechts zeigt die Mündung des Weißenseetals in das Drautal sehr schön. In der Nachmittagssonne ein herrlicher Anblick…
Bild M: Schön langsam genug Höhenluft geschnuppert! Es war ein perfekter Flugtag!
Also nix wie hin zum Badesee, ein bisschen chillen.
Bild N: Mit Fullspeed gings unter den Wolken vorbei an der Grafenwegerhöhe (1441m) – die Felsschlucht sieht echt markant, und fast schon unwirklich aus – …
Bild O: …hin zum Campingplatz, wo noch genug Höhe für massig WingOver, Spiralen und ein kleines Sicherheitstraining blieb…
…bevor ich voller Endorphine am Landeplatz einschwebte. Jörg war bereits vor mir gelandet. Gassi folgte kurz nach mir – er hat sein Streckenvorhaben aufgrund der schlechten Windverhältnisse abgebrochen und ebenfalls einen Genußflug unternommen.So warfen wir drei uns noch ein Weilchen an den Camping-Badesee, aßen Eis und tranken ein, zwei Bierchen auf diesen fantastischen Flugtag, der die fast zweistündige Anreise mehr als rechtfertigte.

Greifenburg bot die bisher beste Flug-Infrastruktur der von mir bisher begutachteten Fluggebiete – und das wird von der Fliegerszene auch voll honoriert. Der Campingplatz war ausgebucht. Geschätzter Fliegeranteil: >75% mit Kind und Kegel… Prädikat: Äußerst empfehlenswert!

Einige Fotos auch von Jörg. Eine ideale Ergänzung, da wir praktisch dieselbe Route geflogen sind..

 

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