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08.10.02: Soaring am Kulm

08.10.02: Soaring am Kulm

Soaring am Kulm

Der Altweibersommer ließ 2002 ganz schön lange auf sich warten. Die Genussflugmöglichkeiten waren dem entsprechend begrenzt und so waren wir schon mit ein bisschen Soaring am Kulm/Bad Mitterndorf zufrieden. Die Windbedingungen waren (fast zu) schwach (15-30 km/h, böig) und waren SW bis W gerichtet. Ein 4’30“-Video von Gassis Soarer gibt’s hier zum Download.

Direkt vom schönsten Zeitvertreib der Welt kommend, machte ich mich an diesem Dienstag Nachmittag auf, um der zweitschönsten Sache der Welt zu frönen: Endlossoaring an einer sonnigen, windexponierten Bergkante.

Unweit von Tauplitz bietet der Kulm am Fuße des Grimmings zu dieser Jahreszeit ein herrliches Herbstpanorama – ideal also, um mit ein paar Freunden den Hangaufwind zu teilen…
Der Soaringhang ist die braune Weide links oben im ersten Bild.

Gassi und Hans waren schon vorort, als ich mich mit meinem alten Pro-Design Contest 42 bergwärts auf den Weg machte.
Der Wind hatte bereits etwas nachgelassen und so verbesserten die Jungs ihr Schrimhandling mit ein paar Bodenübungen.

Ich wollte eigentlich primär den Dünensand der Dune de Pyla (F) mal aus meinem Schirm bekommen, da ich sicher um die 2-3 kg des geriebenen Ballasts mit mir führte – deswegen meine Schrimwahl…

Ein Blick vom Kulm ins steir. Salzkammergut Richtung Bad Mitterndorf.

Eine stärkere Windphase konnte Gassi zu immer konstanteren Aufziehmanövern nutzen…

…Schirm oben, ausgedreht…

…leicht vom Boden abgedrückt…

…und ab ging’s in die zugige Herbstluft.

Nicht wirklich damit gerechnet, dass der mittlerweile auf SW gedrehte Talwind genug Energie inne hatte, einen Piloten länger als einen Moment zu tragen, ging es über dem kleinen Waldstück langsam aber doch konstant aufwärts.

Wie das Video zeigt, musste unser bester Adler mitunter ganz schön knapp über den Wipfeln seine Kreise ziehen, nahe dem Strömungsabriss.

Aber wenn dieses Spiel einer beherrscht, dann er…

…und so kurbelte er Meter für Meter bis er schließlich den Kulm um etwa 15m überhöht hatte.

Hans und ich waren beeindruckt von der Flugleistung und der Kulisse, die uns geboten wurde.

Nach gut 15 Minuten entschloss sich unser mehrfacher XC-Staatsmeister wieder bei uns Untengebliebenen einzulanden.

„Der Wind hatte wieder etwas nachgelassen, aber ein wenig wäre es schon noch gegangen“, meinte Gassi trocken zu uns Flügellahmen.

Nach Begutachtung und Analyse des aufgenommenen Doku-Materials beschloss auch ich es zu versuchen.

Die Sonne stand tief und die Kamera von Hans hoch – zu hoch.
Irgendwie scheint der Bursche noch nicht so recht mit dem Handling meiner neuen Kamera zurechtzukommen *g*
Darunterhängend wäre halt ich.

Aufziehen mit dem Contest ja ein Traum. Ausgedreht und ab ging’s – wie ein Stein ins Tal: Der Schirm hatte noch immer kiloweise Sand geladen – offensichtlich vorwiegend in der linken Schirmhälfte, die hinten hängen blieb und nur mit großem Körper- und Steuerleineneinsatz zum Geradeausflug gebracht werden konnte. – Wahrscheinlich war das der wahre Grund für dieses Foto 😉

Hans glitt mit seinem Omega 5 schon fast in der Finsternis ins Tal. Ein Abstecher in die Mitterndorfer Knödelalm rundete diesen herrlichen Flugnachmittag standesgemäß mit Knödel, Sauerkraut und Schilchersturm ab.

 

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