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Flug-Zeug

Über die Jahre hat sich die Ausrüstung von funktionsgorientiert auf die vielen Facetten des Gleitschirmfliegens spezialisiert. So gibt es von Thermik- & Streckenfliegen, über Hike&Fly bis hin zur Acro-Fliegerei eine breite Palette von luftigen Betätigungsmöglichkeiten. Dementsprechend tun sich am Material- und Entwicklungssektor dieser immer noch ziemlich jungen Sportart alle paar Jahre kleine Welten auf. Hier die Chronologie meiner Ausrüstung mit jeweils meiner Einschätzung der Vor- und Nachteile – unverfälscht!


Was mich in die Luft bringt und oben hält
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...and still going strong

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Take-Off
26.03.2017

Ozone Zeno

Mein aktueller Rennhobel, der bist jetzt keine Wünsche offen lässt! Bereits bei meinem erstem Testflug in Herbstthermik war ich sofort geflasht von so viel ZENOtionen. Und das nicht nur, weil an diesem späten Tag im Jahr (14.09.2016) noch ein 135er-FAI rausschaute - und das vom Bischling (Nordalpen) aus... Ich konnte bis heute (April 2017) über 100 Stunden auf diesem Gerät sammeln, wobei ein Gutteil davon im Brasilianischen Flachland bei überwiegend sanften Thermiken zusammenkam. Eine Einschätzung des Verhaltens in knallharter Frühjahrs-Thermik kann ich noch nicht geben.

Kurzfazit: Ozone ist mit dem Zeno ein wahrer Volkshochleister gelungen, der bei "normalen" Flugbedingungen einen Hochgenuss für leistungshungrige Flieger der klassischen EN-D-Fraktion garantiert und dabei keine Wünsche offen lässt. Im Gegenteil: So lässt sich mit breitem Grinsen im Gesicht der fliegerische Horizont Mal für Mal erweitern. Für mich zumindest weitum das einzige Flügerl, das meinen Vorlieben, meinem  Flugstil und meiner Könnensstufe am Besten entspricht! Ruhig, stabil, überschaubare Streckung, hoher Speed und dabei gute Leistung - so, wie ich schon immer fliegen wollte... *ImLovinIt*

En détails:

PROsCONsSONSTIGESTWEAKS

  • Startkwindstart: x-fach in Quixada bei 30+ km/h gestartet. Problemlos! Von wegen "Schlange" - kommt schön kompakt hoch und ist gut abfangbar.
  • Stabilität: Endlich wieder das "bullet-proof"-Feeling vom Niviuk Peak 3. Hab bei meinen bisherigen Flügen keinen einzigen >20%-Klapper gehabt. Selbst bei einem Landeanflug im Quixadá-Lee konnte ich einen sich ankündigen Klapper mit den B-Handles sauber abfangen. Super Berechenbarkeit - und trotzdem gilt allzeit (um es mit den Worten von En Vogue zu sagen): "Don't let (it) go!"
  • Handling: geht deutlich williger um's Eck als der Mantra M6 ohne dabei zu graben. Gewichtsverlagerung war mit dem Connect Race ein Traum - mit dem XRated 7 muss man nun deutlicher mit den Bremsen arbeiten, die aber super fein funktionieren.
  • Steigleistung: genauso dabei wie der M6, lediglich gut eingestellte Enzos konnten mich bis dato auskurbeln. Der Thermik-Einflug ist mit meinem Startgewicht deutlich pitch-neuraler als beim M6
  • Landung: wunderbare Flare-Maschine bei der man beachten muss, dass man den angepeilten Landepunt nicht zu weit überschießt 😉
  • Rucksack: der Ozone Pod-Rucksack ist ein Muss in Kombination mit einem XRated 7 XL - die komplette Flieger-Kombi hatte nicht mal im 230l Niviuk-Packsack gut Platz gehabt...

  • bis jetzt noch nix...

  • Vorwärtsstart: schön gepfeilt, sauber aufgelegt und ein bisschen Reinlaufen - so klappte es bisher jedes Mal einwandfrei
  • Big Ears: Hatte ich erst einmal länger gebraucht, um in Brasilien unter einer Luftraumuntergrenze zu bleiben: richtig groß geht akzeptabel stabil - das Flattern, wenn man Vollgas dazu nimmt, ist nicht sicherheitsrelevant, schaukelt leicht. Gut: Stabis verhängen nicht - auch nicht bei kleinen Entlastern am Außenflügel
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01.04.2015

Ozone Mantra M6

Mein Weltmeister-Segel 2015, das mich von April 2015 bis September 2016 höchst erfolgreich durch die Lüfte trug. Hersteller-Infos zum M6... Nachdem ich bereits viele Fragen zu meinen Eindrücken - speziell im Vergleich zum Peak 3 - erhalten habe, hier mein Erstfeedback nach den ersten 1000 Kilometern:

PROsCONsSONSTIGES
  • Steigen in schwachen Bedingungen! Bereits bei der Staatsmeisterschaft 2014 fiel auf, dass die M6-Fraktion uns Peak3-Piloten zumeist auskurbelte. Speziell in schwacher Thermik unterschneidet der M6 kaum. So ist man ganz früh am Tag bei noch zarter Thermik noch etwas effizienter unterwegs (siehe Grente-Flüge vom 19.4.15, wo wir die roten Mentor4-Rennameisen noch klar auf Distanz halten konnten) bzw. schafft man oft noch den rettenden LowSave. Und das selbst am oberen Ende belastet - Great Job Ozone! Für mich der Hauptgrund für einen Wechsel, da ich an meinem Hausberg in Liezen (400m über Talgrund) gerade mal 2 halbe Thermik-Chancen habe wegzukurbeln - und da gilt es ganz klar, Chancen-Maximierung zu betreiben! 😉
  • Gleitet noch einen Tick besser und scheint Turbulenzen noch besser in Höhe umzusetzen. Man kommt höher an als sonst. Speziell bei mittlerem Steigen und der Entscheidung "Stoppen und Kurbeln" vs. "Durchfliegen und Mitnehmen" hilfreich: Klar Zweites!
  • Beim Kurbeln in normalen Bärten kann man die Außenbremse komplett gehen lassen, ohne Einbußen der Steigeffizient in Kauf nehmen zu müssen -> mehr Freiheit zum Fotografieren & Filmen aus der Schräglage 🙂
  • Die Gas-Länge: Ozone lässt einen mit der Anpassung der Bescheuniger-Länge an das Gurtzeug schlichtweg alleine. Ich kenne kaum einen Piloten ohne Comp-Gurtzeug, der nicht irgendetwas improvisieren hätte müssen, um annähernd Vollgas geben zu können. Der Beschleuniger-Weg, den ein marktübliches verkleidetes Gurtzeug zulässt, passt oft nicht zu den 57(!)cm, die für Vollgas erforderlich sind. Thema war beim Swing Connect Race z.B.: auch die hohe Durchführung durch den Beinsack, den ich deutlich aufschneiden musste, damit der Brummelhaken bis zur Umlenkrolle beim Sitzbrett reichte, ohne bei Betätigung jemals festhängen zu können... Eine verstellbares Stopper-Kugerl wie beim Mitbewerb kostet praktisch nix und wäre hier mehr als angebracht gewesen.
  • Die C-Handles: Ist man die komfortablen B-Handles des Peak 3 gewohnt, fragt man sich erneut, was sich die anonsten genialen Ozone-Schirmbauer dabei gedacht haben. Dünn und schmal, so dass man mit Fäustlingen gar nicht und mit dicken Sommer-Fingerlingen grad mal mit 2 Fingern komfortabel reinkommt... Speziell im Frühjahr bei Minusgraden in der Höhe und laaangen turbulenten Gas-Passagen hängt man oft längere Zeit abfangbereit an den Handles. Dabei ertauben die Extremitäten sehr schnell und klemmen die Nerven der schräg "eingehängten" Fingerleins gern ab - auch hier ist wieder Customizing angesagt, wenn man was dauerhaft Komfortables haben will.
  • Die Abfangbarkeit dieses 3-Leiner-Konzepts über die hinterste Ebene kann mit jener eines 2(,5)-Leiners absolut nicht verglichen werden. Konnte ich den Peak3 selbst im Fall eines Zerlegers mit der B-Ebene noch kontrolliert und homogen aufgespannt stoppen, zeigt der M6 bei Vollgas-Frontklappern sich vom sofortigen vertikalen Herabreißen der C-Ebene weitgehend unbeeindruckt: die C-Ebene faltet sich, bremsen die Schirm-Außenseite (die offensichtlich flacher eingestellt ist) aber kaum mit, sodass sich sofort die Tips vorne berühren. Ich bin noch am testen, ob es im Falle des Vollgaszerlegers nicht doch besser ist die C-Handles gleich mal zu ignorieren und stattdessen die Bremsen jeweils dosiert nach innen zu ziehen und so einen drohenden KissOfDeath besser unterbinden zu können.
  • Der Endspeed liegt etwa 5 km/h unter jenem eines ebenfalls voll beladenen Peak3 - Beim Wettbewerb im Endanflug ein Thema, wenn man noch genügend Höhe zum Verbraten hätte.
  • Der Rückwärtsstart klappt auch bei schwachem Wind recht gut
  • Handling ist geringfügig schwergängiger als beim Peak3, der Drehradius gefühlt etwas weiter
  • Mehr Plastik, mehr Packsorgfalt - ich spar mir aber den Pillow und wickle den Schirm einfach um das Gurtzeug rum (noch größere Biegeradien bei gleichem Tragekomfort...)
  • Stabis bleiben gerne hängen, gingen mit beherztem Pumper bis dato aber immer auf
  • Die Sichtbarkeit ist durch die weißen Untersegel etwas schlechter
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01.05.2013

Niviuk Peak 3

Der Reiz der breitentauglich gewordenen "2-Leiner" auch mich war enorm groß. Niviuk lieferte Anfang 2013 mit dem 2,5-Leiner PEAK 3 einen Rennhobel der Sonderklasse! Optimal zum Kennenlernen der 2-Leiner-Steuertechnik. Nicht zuletzt wegen seiner moderanten Streckung von "nur" 6,5 noch gut beherrschbar bei Extremflugmanövern (siehe Video hier). Die gebotene Stabilität und das große nutzbare Geschwindigkeitsfenster waren die Hauptgründe für den damaligen Impuls-Kauf. Ich konnte damit meine Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Langstreckenflügen weiter steigern und werde immer besser beim schnellen Fliegen in turbulenten Bedingungen. Techn. Details...

Hier die Details im Einzelnen:
PROsCONsSONSTIGES
  • Stabilitätswunder! Nicht zuletzt durch die zurückgestetzte A-Aufhängung und der sehr ausgeprägten Shark-Nose. Super kompakte Kappe bei moderater Streckung - kaum, dass in turbulenten Bedingungen überhaupt mal ein Öhrchen reinwinkt. Wo niedriger klassifizierte Geräte schon sehr oft heftige Kappendeformationen haben, verbiegt sich der Peak 3 zwar um alle 3 Achsen, bleibt dabei dabei enorm stark aufgespannt
  • Hoher Geschwindigkeitsbereich - nie wieder im Talwind festgenagelt bzw. in Lee-Bereich verblasen - klares Sicherheitsplus!
  • Butterweiches Gas
  • Verträgt auch bei Vollgas Bremsinputs *rofl*
  • Effizient fliegbar und perfekt korrigierbar - auch bzw. gerade die größten Störungen können perfekt über die B-Ebene abgefangen werden
  • Leinenmix - nach 1 Jahr (ca. 50 XC-Flugstunden & 1 x Sicherheitstraining) praktisch keine Leinengeometrieveränderung >10mm! Wie geht das?? SUPER!
  • Bei starken Bedinungen ist die Kurbelei einen Wonne und ganz großes Schräglagenkino: Lässt sich willig und stufenlos in wirklich JEDE Schräglage ziehen und steigt dabei gut...
  • Nimmt Steigen im Geradeausflug gut an und stellt nur wenig auf -> "Mitnehmen statt Eindrehen" ist die Devise; födert zudem die Durchschnittsgeschwindigkeit 🙂
  • Obwohl der Schirm bis 110kg zugelassen ist, rate ich beim XC-Fliegen in schwachen XC-Bedingungen davon ab, ihn an der oberen Grenze zu fliegen: Das Ding steigt dann merklich schlechter als anderes Flug-Zeug. Speziell beim Nachzentrieren in ganz schwachen Bärten ist an der Außenbremse Millimenterarbeit gefragt, um ihn nicht nach innen unten graben zu lassen... Seit ich auf 103-105kg runter bin, kann ich wieder halbwegs mithalten. Zugegeben - ich bin auch etwas verwöhnt vom Boom GTO-Steigwunder 🙂
  • Keine einfache und effiziente Abstiegshilfe: mein Liebling "Vollgas+Ohren Rein" funktioniert nicht. Ohren nach hinten Biegen mit der Stabi-Leine (C3C) bringt praktisch nichts und ist nicht über längere Zeit durchhaltbar
  • Mein Peak 3 benötigt einen deutlichen Aufziehimpuls. Bei Null, oder nur leichtem Aufwind rückwärts starten klappt (zumindest bei mir) gar nicht
  • Dafür kommt man aus dem Grinsen kaum raus, wenn bei Starkwind andere ihre Schlangen zu bändigen versuchen bzw. ausgehebelt werden. Ein ausgesprochen entspannter Starkwindstarter!! Quixada lässt grüßen 😉
  • Fliegen bei bockigen Bedingungen ist wie Sportwagenfahren auf Schotterstraße - Jede Luftbewegung wird direkt und kaum gedämpft über die Gurte an den Sattel mitgeteilt - es braucht einige Flüge mehr, bis man das in das Geschaukel ins Unterbewusstsein ausgeblendet hat; dafür weiß man genau, was über einem so abgeht!
  • Hier noch mein 2-teiliges englisches Feedback im Paraglidingforum.com; Teil 1, Teil 2
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01.04.2010
Lex_GTO-Linkpic_small.jpg

Gin Boomerang GTO

Als begnadeter Flachdreher-Schirm, war er immer gut zu mir, obwohl ich ihm bei den großen Rundflügen teilweise ganz schön die Sporen gegeben habe: *g* Während unserer gemeinsamen Zeit hatte ich gerade mal 2(!) Frontstalls, die aber allesamt super NoBrainer waren. Der Rest war pure Wonne, die mich wunderbare Erlebnisse und in der Endabrechnung grandiose Erfolge einfahren ließ.

Schöner Wohlfühl Leistungshobel mit nur 2 Macken: Speedsystem und... ...von unten schaut er rosa aus 😉 Techn. Details...

Hier die Details im Einzelnen:
PROsCONsSONSTIGES
  • Nullwindstart für einen Flügel dieser Streckung absolut unproblematisch
  • hat schönes & rundes Handling; konnte kein nennenswertes asymm. Hebeln feststellen
  • flach drehen fühlt sich subjektiv einfach und intuitiv an; speziell bei schwachen Bedingungen - wie so oft am Gampersberger - ein Traum
  • bis GTO-Halbgas kaum Leistungsunterschied in der Realität zwischen den Hochleistern der Folgegeneration Mantra M4
  • Ohren bleiben beim Anlegen auch ohne Halten schön drin (für mich ein klares MUSS!)
  • während des gesamten Flugperiode kaum Front- oder SeitenKlapper>20% in irgendeiner Form; liegt generell eher an meinem defensiven Flugstil - dennoch bin ich in Turbulenzen absichtlich gegen die "innere Überzeugung" nicht aus dem Halbgas raus, um einfach zu sehen, wie der Schirm reagiert -> hatte 2 leichte Frontentlaster, die selbst für Langsamreagierer ausreichend Zeit gelassen hätten aus dem Gas zu gehen; selbst das Tabu-Thema "Bremseinstz im Gas" zum leichten Stützen hat der GTO anstandslos - sprich: hart - weggesteckt. -> vermittelt summa summarum super sicheres Gefühl vom 1. Moment an!!!
  • schwergängiges Speedsystem; gefühlte ca. 20-30% noch härter als der Boom Sport M bei 108kg Startgewicht - hab bei meinem 1. Flug bei der Steri. Landesmeisterschaft sogar meine improvisierten Alu-Röhrchen (zur Versteifung des schlaffen Titan3-Beschleunigers) zum V verbogen! Für 1,5 Stunden Racen ja OK, aber bei nem guten XC-Flug von über 8 Stunden hab ich keine Ahnung wie ein normalsterblicher (=normalgebauter) Pilot einen aktiven Beschleuniger-Einsatz im wahrsten Sinn des Wortes "durchSTEHEN" soll?!? Meine Lösung war der Einbau einer 2. Rollenumlenkung am Gurtzeug (siehe Fotos in den Bildberichten; geht nun butterweich & auch der dopplete Beschleunigerweg stört mich überhaupt nicht)
  • Wie in den Bildern der Fotostories ersichtlich ist, stellen sich im beschleunigten Flug die Tragegurte beim Betätigen des Speedsystems so richtig schön quer gegen den Wind?!? Ist ein etwas krasser Widerspruch zu den sonst ultraschmalen Tragegurten
  • hoher Preis: selbst der Ligapreis (zumindest in Österreich) liegt deutlich über dem des Mitbewerbs - ist man sonst nur von Schweizer Gleitschirm-Manufakturen gewohnt.
  • die Beigaben sind eigentlich mehr als mager: In welchen Regionen der Welt hat man noch Nutzen für einen 1 GB USB-Stick? Sonst sind noch jede Menge Gin-Pickerl und ganz kleine Streifen zum Schirm-Flicken dabei - that´s it! Der Rucksack hat zwar tollen Tragekomfort und ist etwas größer als der meines BoomSport, hat aber kurioser weise kein Innenstaufach im Oberbereich mehr?!? Die 2 außenliegenden Taschen schützen für mich sie teils drucksensible Gerätschaft nicht ausreichend - Es leben wieder die Plastiksackerl zum Ordnung halten! Schade...
  • zum Ohren-Anlegen muss sich selbst ein groß-Gewachsenerlang machen und um die weit nach außen stehende Stabi-Leine nach oben vorne zu umgreifen (oder mein Aufhängungspunkt liegt zu tief... 😉 )
  • beim Eintritt in gute Thermik geht der Schirm bei o.a. Belastung sehr wohl trotz vollkommener Bremsfreigabe etwas nach hinten (d.h. zieht nicht unbedingt nach vorne oben rein) - is aber ähnlich dem BoomSport und stört mich persönlich nicht wirklich
  • keine Extremflugmanöver-Erfahrung; bis auf 2 Frontstalls, die harmlos verliefen
  • rot + weiß gibt rosa: Wird einem wieder klar, wenn man unter der Kappe hängt und bewundernd nach oben schaut - naja... andere Farbe für´s Untersegel wär nicht nur für´s "Gesehen werden in Wokennähe" besser *rofl*
  • Trotz all der noch offenen Tests: ICH HABE IHN BEHALTEN! *g*
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01-04-2007
Lex_BoomSport2_HQ.jpg

Gin Boomerang Sport

Von April 2007 bis Ende 2009 flog ich einen Gin Boomerang Sport (orange/grün). Und das durchaus erfolgreich:

  • Gewinner österr. Gleitschirm-Liga - NC-Klasse (Alle Bewerbe, an denen ich teilgenommen habe -> auch gewonnen! *g*)
  • etliche Tages- & Jahresbestleistungen von div. Startbergen aus
  • bisheriger Strecken-Rekord: 207km flaches Dreieck von Sorica/SLO aus (2009)

Durch den Umstieg von der DHV2 auf die DHV2/3-Kategorie taten sich wahrlich neue Welten auf. Das Teil war zwar naturgemäß anspruchsvoller zu pilotieren, aber die für mich neu erfliegbaren Strecken & Liga-Erfolge rechtfertigten diesen Schritt bei weitem. nach Querungen kam ich immer deutlich höher als erwartet an, konnte meine Schnittgeschwindigkeiten steigern - und beim Thermik-Fliegen waren nun endlich jedwede Tendenzen zum "Graben" endgültig passé - Ich war nun "Hochleister-Flieger"!

Sehr viele Berichte zu unseren gemeinsamen Airtimes finden sich in der Fluggebiete-Datenbank. Zudem noch Hauptdarsteller der Videos 2007-2009 😉 Ein spitze Flügel, mit dem ich famose Flugabenteuer erleben durfte. Bis 2008 auch leistungsmäßig top!

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01.05.2004

Gin Zoom

Ein Mal geflogen und sofort gekauft! Seit ich unter diesem Flügel hänge, habe ich erst richtig begonnen Strecke zu fliegen. Wie die Gleitschirm-Videos 2004-2006 belegen, hat er mir die schönsten Erlebnisse beschert. Klingt fast wie ein Nachruf. Ist es auch: und zwar voll Stolz auf das gemeinsam Durchlebte und Durchflogene. Ein Schirm vor allem für seine geringem dyn. Reaktionen auf Störzustände von mir sehr geschätzt wird. Das Groundhandling ist zwar im Vergleich zum Aspen etwas träger, ist mir jedoch über die Jahre hinweg richtig ans Herz gewachsen und noch immer mein Benchmark. Startverhalten vorbildlich. Ohren bleiben nach Anlegen drin, was ich auch sehr schätze. In der Thermik kann man ihn wenn nötig super knebeln und richtiggehend in den Bart reinstellen. Die Thermikposition wird super angezeigt ohne unnötig zu hebeln. Wird die Aussenseite etwas angebremst kann man ihn wunderbar flach ums Eck bringen. Im Kurbeln bei schwachen Bedingungen wird man damit meist nur von Kollegen aus der offenen Klasse ausgekurbelt.

Weitere Testkommentare spare ich mir an dieser Stelle. Ich hab ihn mir ganz einfach deshalb gekauft, weil er für mich das rundum ausgewogenste Gerät in der 2er Klasse war. Klasse Streckenflügel mit gern eingegangenen Kompromissen bei dynamischem Spaßhandling... Techn. Details...

zur Diskussion standen sonst noch:

  • Independence - Raptor (S - Breitenerprobung, gebraucht; zum Soaren und für die Düne - als Fun-Flügel ohne Reue im Sandkasten) - quasi fix...
  • Wings of Change - Nemeton (26 - DHV 2-3 einmal Probegeflogen und sofort verliebt; Bliebe nur noch der Preis... - keine Gleitleistung in ruhiger Luft! Wodurch sich das Thema für mich auch schon wieder erledigt hat)
  • Icaro - ICE (M - auf den DHV2-Flügel durch Design und techn. Daten (Streckung 6.0!) gekommen, konnte ich ihn Anfang März für 2 Wochen testen - siehe unten)
  • Gradient Aspen 26/MAC Para Intox (beides erprobte 2003er Flügel aus dem oberen Leistungssegment der DHV 2er-Kategorie)

was aus der Kurios-Ecke: Bio Air Technologies - Bionic 4 (brandneu - soll durch sein revolutionäres Design (vogelähnliche Kontur) eine neue Ära im Gelitschirmsport einläuten; mal Abwarten bzw. bei der FCA probefliegen...

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01.06.2001

Pro-Design Target

Gemütlicher Schaukelschirm der DHV-2 Kategorie. Super entspannend für die ersten Streckenflüge.

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01.06.2001

Pro-Design Contest

Mit Jörg´s altem Wettkampf-Gerät Pro-Design Contest 46 ging´s Anfang Sommer 2001 wieder mal hangwärts Kaiserau/Admont.

Knackiger Kurzleiner der DHV 3 (!) - Kategorie. "Du dafliagst den scho!", sprach Mentor Jörg und sollte Reht behalten. Von den ersten Abgleitern vom Hochberger über Kaiserau und den ersten Gamper-Abgleitern bis hin zum SoPi-Überprüfungsflug, an dem es das erste Mal mit abgespeicherten 5,4 m/s Richtung Himmel zog war dieses Baby mein Ticket in die dritte Dimension! 🙂

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01.06.1999

diverse: Edel Superspace, ...

06/1999 - 05/2001; Startgewicht 90kg
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...and still going strong
Gurtzeuge
...bis zur aerodynamischen Luxus-Couch

Gurtzeuge

Vom Bergsteigergurt mit Sitzbrett...
31.12.2016

Woody Valley X-Rated 7

Durch die Anschaffung meines Ozone Zeno im späten 2016 tat sich ein neues Geschwindigkeitsfenster auf. Da mein sonst geliebtes Swing Connect Race bei Vollgas >60+km/h zu flattern begann, musste ein neuer Sattel her, um die nun gewonnene Gleitleistung des Schirms nicht durch Verwirbelungen auf Pilotenhöhe mehr zu belasten als notwendig.

Nach intensivem Benchmark mit den verfügbaren Alternativ-Gurtzeugen GIN Genie Race 3 und APCO Swift entschied ich mich für diesen Alcantara-überzogenen Luxussattel - und hab es bis heute nicht bereut. Ist man mit dem Riesenteil erst mal am Startplatz oben angekommen, bleibt einem nicht mehr zu sagen als: Wow, einfach nur Wow! Wohnzimmerkomfort in luftigen Höhen ? Unmöglich? Not quite... Schon im Auslieferungszustand verdammt nah an der Perfektion.

Lediglich Packvolumen und Gewicht trennen von der Bestnote 10. Details hier:

PROsCONsSONSTIGESTWEAKS
  • Komfort pur! Massig Einstellungsmöglichkeiten für alles. Lediglich der Beinsack-Neigungswinkel ist nur bedingt einstellbar - macht aber nix, denn der schaut schon im Werkssetup ziemlich optimal aus
  • Die Aerodynamik! Geht selbst bei meiner Körpergröße bis in Kopfregionen hoch
  • Alcantara-Leder bietet in der Tat super Komfort und v.a. Rückhalt beim Beschleunigen -> Entlastung der Schultern
  • Sehr viele Zusatzfeatures wie Ratschenrolle, breiiiites Cockpit mit durchdachten Taschen, leichtgängiges Gassystem, großer Kofferraum, ausauschbare Lufteinlass-Plättchen uvm!
  • Außenmaterial hervorragend reinigbar - überraschend!
  • Alles, was nicht unter CONs steht ist aber wirklich TOP!
  • Reinkommen in den Beinsack ohne Zuhilfenahme der Hände nicht möglich - schafft auch keiner meiner Fliegerfreunde... - nicht kritisch, wenn man nicht gerade bei Starkwind starten muss (Achtung: Quixadá! Fußband o.ä. anzuraten...)
  • Das Gewicht und Packvolumen sind definitiv nicht Hike&Fly-prädestiniert, dennoch gut im Vergleich zum Mitbewerb Race 3 und Exoceat
  • Beschleunigerdurchführungsöse aus Metall. Diese engt den nutzbaren Beschleunigerweg leider ein, sodass man die Beschleunigerleine und Schirm-Flaschenzug exakt aufeinander abstimmen muss, um wirklich desn gesamten Geschwindigkeitsbereich voll nutzen zu können.
  • Kein Seitenprotektor mehr wie beim Connect Race, das ja baugleich wie das  Woody Valley hausintene XAlps GTO ist...
  • Der Schwerpunkt ist - speziell bei 2 Rettern - ist etwas weiter weg vom Körper. Hebelt es einen beim Start aus, kippt der Gurt schnell in die Liegeposition. Ohne sich nach vorne zu ziehen ist ein Verbleib in aufrechter Lage nicht möglich
  • Unbedingt aufgrund der Nicht-Zusammenklappbarkeit einen Ozone Pod-Rucksack (oder ähnlich lange) ordern
  • Seitentaschen sind noch etwas eng in der Öffnung. -> Kamera rausnehmen/reinstecken geht etwas streng - legt sich aber vielleicht noch mit der Zeit
  • Wasserballastfach unten muss betankt werden - Zusatzgewicht für 2. Wasserbeutel und umständlicher -> mehr Zeit
  • Stabilität im Flug hervorragend, dafür muss man in der Kurve mehr mit dem Gewicht arbeiten
  • Reißverschluss der Retterleinenführung öffnet sich manchmal einige cm - nicht sicherheitsrelevant
  • Die Cockpit-Unterkante hängt etwas unter dem Brustgurt, selbst wenn dieser vollkommen geöffnet ist. Abhilfe ohne Nähen: Halteschnalle am Brustgurt 2-3x nach vorne drehen und Halteschnalle des Cockpits nun von oben draufstecken. Durch den Drall hält die Schnalle die Position des Clips vertikal nach unten, was das das gesamte Cockpit oben hält und selbst die unterste Zeile meines Oudie wieder lesbar macht. Zudem wird unnötiges Scheuern verhindert...
  • Selbst bei aufrechter Sitzposition ist die Nackenstütze für den Blick in Flugrichtung nutzlos. Fährt man sie aus und lehnt den Kopf zurück, blickt man - zumindest bei meiner Größe von 1,93m und einem XL-Gurtzeug - nur in den Schirm und bei weitem nicht an den Horziont. Bei mir hat die Verkürzung der Nackenverbindungsschnüre beidseitig mittels 2-3 Knoten Abhilfe geschaffen! Die Nackenstütze dennoch voll ausfahren und schon kann man die nächste Querung noch entspannter genießen
  • Die Fußplatten-Aufhängung ist nur einfach und schmal vernäht weswegen sie schon bei einigen Kollegen gerissen ist. Es empfiehlt sich, diese Naht präventiv nachzunähen. Bild links von einem deutschen Liga-Kollegen.
Gurtzeuge
01.07.2013

Swing Connect Race

Mein langjähriger Strecken-Sattel. Da der Peak 3 bei Vollzuladung ein eher verhaltener Steiger war, entschloss ich mich zu einer Abmagerungskur und entschied mich für das gebrauchte Swing Connect Race XL von Werner Luidolt. Die Vielseitigkeit des Gurtzeugs (hier ein Video) und die über 3kg Gewichtsersparnis gegenüber dem Titan3-Panzer waren für mich ein guter Kompromiss. Einzige Mankos: Der Rückensupport ist trotz XL niedriger was am Ende des Fluges im Nacken spürbarer.

Ende 2016 hatte ich jedoch erkannt, dass die Aerodynamik bei Vollgas stärker leidete. Denn bei dem max. Speed meines neuen ZENO über 60 km/h flatterten sowohl der Heckbürzel als auch der Beinsack vorne, wenn nicht alles exakt symmetrisch war...

Gurtzeuge
01.04.2010

Charly Titan 3

titanZwar etwas schwer, dafür aber massig Stauraum und ultra-komfortabel - selbst bei laaaangen Streckenflügen in den unterschiedlichsten Bedingungen. Auch das Packmaß fiel dementsprechend groß aus. Der Heckbürzel ist zwar abnehmbar, aber gerade das verleihte dem Titan3 den geilen Zigarren-Look und gab zumindest psychisch nochmal 0,1 Gleitzahl mehr 🙂

Selbst für außerordentlich lange Beschleuniger-Wege bot es unter dem Sitzbrett noch ausreichend Platz - so konnte ich die für meinen GTO eine komplette Umlenkung mehr einbauen und damit die Beschleunigerkraft halbieren...

Gurtzeuge
01.05.2005
Sol-CX.jpg

Sol CX Pro

Mein Einstieg in die "Vollverkleideten" war sanft: Denn das CX Pro bot einen abnehmbaren Beinsack. Minimalistisch, leicht, schwarz. Der Vorteil, den Beschleuniger praktisch immer einsatzbereit vor sich zu haben, half mir meine Durchschnitts-Reisegeschwindigkeiten deutlich zu erhöhen. Das ganze Gefummel und Beschleuniger-Suchen - speziell in bewegter Luft - fällt einfach weg! Für's XC-Fliegen nie wieder ohne Liegesitz! 🙂 Einzig das Cockpit war sehr flach zum Draufsehen (-> schlechte Ablesbarkeit der Instrumente) und der Protektor wohl eher nett gemeinter "Komfortschaum". Ich hab das Gurtzeug aber immer noch zum Winterfliegen...

Gurtzeuge
01.04.2003
skyline.jpg

Skyline Smart Pro

Sah zwar mit dem nach unten hängenden Schaumprotektor ein wenig aus wie "volle Windeln" und es war für meinen schmalen Hintern viel zu breit; aber hey, das waren die Pullover damals auch 🙂 Ich hatte dennoch meine ersten schönen Thermikflüge damit...

Gurtzeuge
01.07.2002

Woody Valley Velvet

Mein erstes eigenes. Extrem klobig und viel zu breit - erst recht verwunderlich, habe ich es doch von der zierlichen Ulli Lubensky gekauft. Dafür super Dämpfungswerte, die ich schon mal gebraucht habe!
Gurtzeuge
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